 |
 |
|
Aus der Gemeinde
25 Jahre in Paul-Gerhardt, liebe Susanne - Herzlichen Glückwunsch!
Wer mag es glauben! Im Einstellungsgespräch im Herbst
1986 machtest Du nicht viel Aufhebens – aber was Du sagtest, hatte Hand
und Fuß. Zwei Bewerberinnen standen für die zum 1. Januar 1987 frei
gewordene Diakoninnenstelle zur Auswahl. Wir, der Kirchenvorstand,
entschieden uns für Dich. Wenige Tage später nahm mich der
Superintendent (Herr Renner) Deiner Heimatgemeinde beiseite: wir hätten
die rechte Wahl getroffen! In der Tat, wir haben gut daran getan, Dich
in unseren Kreis der MitarbeiterInnen und Pastoren aufzunehmen – da war
wohl auch der Heilige Geist mit im Spiel! Zusammen mit Stefan Krause
bist Du von Superintendent Dr. Engel eingeführt worden - ich erinnere
mich bestens daran. Vorher aber hattest Du mit Deiner Dir eigenen
Energie schon längst die Ärmel hoch- gekrempelt und Deine Arbeit
aufgenommen: engagiert, kompetent, mit Übersicht und Einfühlungsvermögen
- da ist viel Seelsorge dabei! Kinder-, Krabbel-, und
Familiengottesdienste, Konfirmandenarbeit, Freizeiten, Gruppen
verschiedener Couleur, Dienstbesprechungen, Regionale Zusammenarbeit,
Mitwirkung im Kirchenvorstand (nicht zuletzt Deine Protokolle!), Paul-
Gerhardt-Brief, Ökumenische Zusammenarbeit: z.B. Weltgebetstage,
Büroarbeit, Feste, Planungen, Einkäufe.... Ich wüsste nicht, wo Du nicht
schon mitgewirkt hast. Und immer im Team; mit uns und anderen zusammen
auf eine faire, gute, verlässliche Art und Weise, mit der sich an-
genehm umgehen lässt. Ja, liebe Susanne Hache, wo bleibt die Zeit!? Wir
schreiben das Jahr 2011 und blicken hinüber nach 2012. Einiges,
Wesentliches wird sich fundamental ändern in der Hannoverschen
Landeskirche, Region, Gemeinde. Daran können wir nicht drehen - nur
versuchen, es zu beeinflussen im Rahmen unserer Möglichkeiten. Dir von
Herzen Danke! Alles Gute und Gottes Segen für Deinen weiteren Weg -
beruflich und privat!
K.-R. Prieber

Rückkehr der tollen Knolle
„Würstchen
mit Kartoffelsalat!“ – In manchen Familien ist das bis heute noch das
Essen an Heiligabend. Es ist einfach, es geht schnell. Worauf achten
Sie, wenn Sie Kartoffeln kaufen - für Kartoffelsalat? Auf die Sorte? Auf
die Kochart: vorwiegend festkochend? Drei, vier Sorten bietet jeder
Supermarkt zur Auswahl. Können Sie sich vorstellen, dass es über
tausend, ja fast viertausend verschiedene Kartoffelarten gibt?
Falkenkopf, Löwenfährte, Ohr des Uhus, Kuhschwanz oder Kleine
Peruanerin. Fünf Namen nur aus allen, wie sie in Peru genannt werden,
genauer: in der Region Vilcashuamán in den Anden. Dorthin bringt uns in
diesem Jahr unser Projektbeispiel von BROT FÜR DIE WELT. Unter dem
Stichwort „Ernährung sichern“ geht es darum, Kenntnisse auch über
traditionelle Kartoffelsorten an Bauernfamilien weiterzugeben. Eine
vorwiegend am Export und damit an einem schnellen, großen Ertrag
orientierte Landwirtschaftspolitik, aber auch die gewaltsamen
Auseinandersetzungen im Guerillakrieg von 1982 bis 1995 haben dazu
geführt, dass das Wissen um traditionelle Anbausorten und Anbaumethoden
in Vergessenheit geriet. In unserem Projekt unterstützt BROT FÜR DIE
WELT nun die Selbsthilfeorganisation der Bauern CHIRAPAQ dabei, wieder
eine ausreichende und Existenz sichernde Ernte zu erreichen. (Thomas
Hirschberg) Für dieses und die vielen anderen Projekte von BROT FÜR DIE
WELT sammeln wir auch in diesem Jahr Spenden und Kollekten. Sie können
Ihre Spende in eine BROT FÜR DIE WELT Tüte legen, die Sie im
Gemeindehaus und in der Kirche erhalten oder in einen einfachen
Briefumschlag geben. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen,
müssen Sie bitte Namen und Anschrift darauf vermerken. Tüten oder
Umschläge können Sie im Gemeindebüro abgeben, in unseren Briefkasten
oder in den Klingelbeutel in der Kirche werfen. Wir legen keine Tüten
mehr in den Paul- Gerhardt-Brief ein, u.a. weil sie so leicht wieder
herausfallen.

„Abenteuer Glauben!“
So nannte sich im September unser Gemeindeseminar zu
Grundfragen des Glaubens. Sieben Abende waren wir miteinander
unterwegs, ein bunt gemischtes Expeditionsteam, dem aber eines
gemeinsam war: eine große Neugierde auf den christlichen Glauben.
Zwei Pastoren waren als Referenten dabei, doch ihre besondere
Prägung bekamen die Abende durch die Wegbegleiter aus dem
Vorbereitungsteam, die ihre eigenen Glaubenserfahrungen und ihre
Gastfreundlichkeit mit einbrachten. Und dazu stießen dann an jedem
Abend zwischen 20 und 30 Personen, die sich auf das „Abenteuer
Glauben“ einließen. Wir hatten mit einer solchen Vielfalt nicht
gerechnet. Nicht damit, dass plötzlich an einem Tisch Menschen
sitzen, denen der Glaube gar nichts mehr sagt, neben anderen, die
vor Jahren eine bewusste Entscheidung für den Glauben getroffen
haben und daraus immer wieder Kraft ziehen. Regelmäßige
Gottesdienstbesucher/ innen neben Menschen, denen die Rituale der
Kirche sinnlos erscheinen. Experten mit breitem Glaubenswissen neben
Wissensdurstigen. Menschen mit schweren Fragen neben anderen mit
erprobten Antworten – und manchmal passt beides sogar zusammen.
Neugierde auf den Glauben verbindet anscheinend unterschiedlichere
Personen, als wir gedacht hatten – und das hat das Gemeindeseminar
außerordentlich bereichert. Es ging um die großen Themen des
christlichen Glaubens, um den Sinn des Lebens, um unsere
Gottesbilder, um Jesus als einzigartigen Menschen und gleichzeitig
einzigen Sohn Gottes, um seinen Tod und seine Auferstehung. Um den
Heiligen Geist, der sich dem Verständnis so hartnäckig widersetzt.
Und schließlich um die Frage, was es denn bedeutet, Christ zu sein.
Es wurde gelacht, es wurde diskutiert – und auch gemeinsam
geschwiegen. Manches ging ganz tief, berührte und wühlte auf.
Manches wies ganz neue Wege. Wir alle machten unterschiedliche
Erfahrungen – aber langweilig war es nie. Diese Erfahrungen möchte
ich nicht mehr missen. Mit Menschen über den Glauben zu reden, die
nicht in unserer kirchlichen Sprache geübt sind und uns provokativ
wie produktiv in Frage stellen. Und von tiefen, oft sehr bewegenden
Erfahrungen mit dem Glauben zu hören. Getragen zu werden von einer
Vorbereitungsgruppe, die sich auf ganz unterschiedliche Weise sehr
engagiert eingebracht hat, viel Zeit investiert und dadurch diese
besonderen Abende ermöglicht hat. Schließlich begleitet zu werden
von Pastor Martin Römer, dem man seine tiefe Verbundenheit mit dem
Glauben und gleichzeitig seine Offenheit für alle Menschen jederzeit
anmerkte. Am Ende stand am 9. Oktober ein Gottesdienst. Um die Taufe
ging es darin, als unsere Antwort auf das Ja Gottes zu uns. Wir
konnten uns am Taufbecken gegenseitig daran erinnern, dass wir alle
Gottes Kinder sind und es gab die Möglichkeit, sich persönlich
segnen zu lassen. Ein passender Abschluss des Gemeindeseminars –
aber ich bin mir sicher, das „Abenteuer Glauben“ wird weitergehen.
Für die Teilnehmer/innen und für die Gemeinden der Kirchenregion
West. Ich freue mich darauf!
Manuel Kronast
Wechsel in der Leitung des Kirchenvorstandes
Nach 25 Jahren Leitungsfunktion legte ich Ende Juni
mein Amt als Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Paul-
Gerhardt-Gemeinde nieder. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass
ich im Sommer 2012 in den Ruhestand gehen werde. Damit mein
Nachfolger dann nicht „in das kalte Wasser springen“ muss, sondern
nun die Möglichkeit hat, sich mit meiner Beratung einzuarbeiten, bin
ich schon jetzt zurück getreten. Ich bleibe aber Mitglied des
Kirchenvorstandes. Entsprechend der Vorgaben der
Kirchengemeindeordnung musste auch die Stellvertretung des Vorsitzes
neu gewählt werden, die Marianne Petsch bisher wahrgenommen hatte.
In der Sitzung am 29. Juni 2011 wählte der Kirchenvorstand Pastor
Manuel Kronast zum Vorsitzenden und Marianne Petsch erneut zur
stellvertretenden Vorsitzenden. Gottes Segen beiden bei der Ausübung
ihrer Ämter.
Karl-Reinhard Prieber
Als neu gewählter Vorsitzen- der des Kirchenvorstandes
danke ich Karl-Reinhard Prieber für die langen Jahre, in denen er
die Gemeinde auch als KV-Vorsitzender geprägt und bereichert hat. In
dieser Zeit hat er vieles in die Wege geleitet, worauf wir weiter
aufbauen können. Deshalb ist es schön, dass die ausführliche
Würdigung seiner Tätigkeit noch ein Jahr Zeit hat und er dem
Kirchenvorstand als Mitglied noch bis zu seinem Ruhestand erhalten
bleibt.
Pastor Manuel Kronast

Freiwillige Gemeindespende 2011
16.158,50 € wurden bis zum 26.10. gespendet –
herzlichen Dank! Das Geld verringert unsere Schuldenlast von
insgesamt etwa 75.000 € , die auf unserem Gemeindehaus liegt. So
bekommen wir finanziell Luft, um andere Projekte zu realisieren.
Spenden können in unserem Gemeindebüro abgegeben oder auf das
Spendenkonto Konto 60 22 80 bei der Ev. Kreditgenossenschaft,
BLZ 52 0 604 10 eingezahlt werden.
K.-R. Prieber

|