Weltgebetstag 2021 - Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde

Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde
Hannover Badenstedt
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Weltgebetstag 2021

Jedes Jahr kommt die Ordnung für den Weltgebetstag aus einem anderen Land. Für 2021 haben ihn christliche Frauen aus Vanuatu für uns vorbereitet. Vanuatu ist ein kleiner Inselstaat im Pazifischen Ozean, östlich von Australien. Ein Südseeparadies in Gefahr: Der Klimawandel bedroht die Inseln (siehe unten). Auch sonst sind die Lebensbedingungen nicht paradiesisch: Frauen müssen in Vanuatu den Großteil der Arbeit tragen. Aber die Entscheidungen treffen die Männer, und Gewalt der Männer gegen Frauen ist ein riesiges Problem.

Vor diesem Hintergrund fragen die Frauen aus Vanuatu: Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät?
Die Antwort finden sie auf dem Wappen von Vanuatu. Dort steht: Long God yumi stanap. Man kann es so übersetzen: Mit Gott bestehen wir!

Die Frauen vom Weltgebetstag laden uns ein, und wir laden herzlich ein, mitzufeiern, am ersten Freitag im März, in der St. Johanneskirche, Altes Dorf 10.

Wegen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen besteht Maskenpflicht im Gottesdienst, es darf nicht gesungen werden und es ist auch nicht möglich, nach dem Gottesdienst wie sonst zusammen weiterzufeiern, zu essen, zu trinken, … Weil es in der Kirche nur 60 Plätze gibt, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro St. Johannes an, wenn Sie teilnehmen möchten:

Uwe Siemers-Ziegler

Spendenkonto: Weltgebetstag d. Frauen, Dt. Komitee e. V.,
IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 4





Vanuatu –
in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Inselstaat

Der melanesische Staat Vanuatu, die ehemalige Kolonie Neue Hebriden, definiert sich über seine sprachliche und kulturelle Vielgestaltigkeit, aber auch über sein sehr„spezielles“ koloniales Erbe:
Wer in den 1970er-Jahren am Flughafen der Hauptstadt Port Vila auf der Insel Efate ankam, dem bot sich nach der Landung ein kurioses Bild: In der Ankunftshalle gab es zwei Einreiseschalter, einen britischen und einen französischen. Je nachdem, für welche Seite man sich entschied, erhielt man einen Einreisestempel, der festlegte, dass man ab sofort der französischen oder der britischen Rechtsprechung während des Aufenthaltes unterstand. Dieses koloniale Kuriosum war spezifischen historischen Entwicklungen geschuldet, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ereignet hatten, als die pazifische Inselwelt fast flächendeckend von den europäischen Kolonialmächten und den USA unter sich aufgeteilt wurde.
Walfänger, Sandelholzhändler, bêche-de-mer-(Seegurken)Sammler und Siedler ließen sich durch die indigenen Inselbewohner*innen von ihren Plänen einer schrittweisen Einflussnahme und Kontrolle über die Inselgruppe nicht abhalten. Obwohl die Einheimischen mancher Inseln als feindselig und „wild“ galten, einigen sogar das Praktizieren von Kannibalismus unterstellt wurde (z.B. auf Malekula), galten die vulkanischen hohen Inseln aufgrund ihres fruchtbaren Bodens als wirtschaftlich sehr attraktiv: Kokospalmplantagen zur Gewinnung von Kopra entstanden, Rinderfarmen, Kakaopflanzungen, später wurde Manganerz ausgebeutet. Das Land ist den Auswirkungen des Klimawandels stark ausgesetzt, die finanzielle und strukturelle Widerstandsfähigkeit aber begrenzt – vor allem bei Naturkatastrophen. Das zeigen in den letzten Jahren vor allem die Verwüstungen durch Zyklone. Menschen sterben, Infrastrukturen werden zum Teil zur Gänze zerstört und viele der Inseln befinden sich nach einem solchen Ereignis wochenlang in Isolation.
Zyklone hat es immer schon in Vanuatu gegeben. Heute steigt ihre Intensität, außerdem besitzen die Menschen in Vanuatu inzwischen auch Güter, die früher noch nicht vorhanden waren, bei einem Zyklon aber schnell zerstört werden: Strom, Häuser aus importierten Materialien, Autos, importierte Nahrung etc. Diese sind bei einer Zerstörung nicht leicht zu ersetzen und ihr Fehlen beeinflusst das Leben nachhaltig. Auch die Ernte auf den Feldern wird zerstört und die Korallenriffe mit ihren Ökosystemen (sozusagen der lebendige Kühlschrank auf vielen Inseln) werden massiv angegriffen. Man geht davon aus, dass die Zyklone in Vanuatu durch den Klimawandel immer intensiver werden.
Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 100% des nationalen Energieverbrauchs aus nachhaltigen Energien zu produzieren; vor allem Solar- und Windenergie werden ausgebaut. Das Thema Klimawandel wird sehr ernst genommen und auch ambitioniert angegangen.
Schweine sind essentieller Bestandteil der Ni-Vanuatu Kulturen und so züchtet man jetzt Schweine, die resistenter gegen Hitze sind. Das Gleiche gilt auch fürunterschiedliche Feldfrüchte.
www.weltgebetstag.at









(Fotos: www.weltgebetstag.de)

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