Aus der Gemeinde - Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde

Ev.-luth. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde
Hannover Badenstedt
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Informationen aus der Gemeinde

Der Kirchenchor stellt seine Probenarbeit ein …

Eigentlich sollte 2020 das 75. Bestehen des Kirchenchores gefeiert werden. Aber wegen der Corona-Einschränkungen hat schon Ende Februar/Anfang März die letzte Chorprobe stattgefunden und das groß geplante Jubiläum musste ausfallen.
Nach fast anderthalb Jahren Pause haben die Chormitglieder mit ihrer Leiterin Helga Badt beschlossen, die Probenarbeit nicht wieder aufzunehmen. Die lange Pause hat die Stimmen einrosten lassen, einige Sängerinnen und Sänger können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen und die Männerstimmen sind so knapp besetzt, dass Auftritte in Gottesdiensten nicht mehr möglich sind.
Wir Sängerinnen und Sänger werden die Probenabende am Donnerstag und das regelmäßige Beisammensein sehr vermissen. Unserer Chorleiterin Helga Badt sind wir sehr dankbar, dass sie uns über 44 Jahre, auch noch im Ruhestand, zum Singen und zum Erleben von Musik geführt hat. Die vielen Konzerte in unserer Kirche und anderswo, die Ausflüge und Chorfeiern werden uns immer im Gedächtnis bleiben.
Die Gemeinschaft, die wir auch außerhalb der Probenzeit intensiv gepflegt haben, soll erhalten bleiben. Dazu richten wir zur gewohnten Probenzeit am Donnerstag einen Stammtisch ein.

Ingrid Kürsten

Ich bedaure es sehr, …

… dass die aktive Zeit des Kirchenchores zu Ende geht. Immerhin war ich mit dem Chor praktisch schon vor meiner Geburt durch meine Eltern verbunden und bin später 50 Jahre in ihm und mit ihm tätig gewesen, erst als Sängerin und dann als Chorleiterin.
Aber wenn kein Ziel – auf das man hinarbeiten kann – mehr vorhanden ist wegen mangelnden Stimmmaterials, kann die Qualität des Gesangs nur abnehmen und wäre für mich keine Freude mehr.
Darum ist unser Entschluss, uns weiter zwanglos an einem Chorstammtisch zu treffen und die Chorproben einzustellen, eine gute Entscheidung.
Alle, die noch jetzt zum Chor dazugehören sind seit vielen Jahren dabei und treue und verlässliche SängerInnen gewesen. Dafür danke ich ihnen sehr und freue mich über alles, was wir zusammen erarbeitet und gestaltet haben.
Es hat mir immer viel Spaß gemacht und manchmal auch Nerven gekostet. Aber das gehört dazu.
Nun hoffe ich, dass wir uns noch oft treffen und zusammensitzen und klönen können. Und bleiben hoffentlich in guter Erinnerung.

Helga Badt

… und ein Chorstammtisch entsteht

Es ist schade - und doppelt bitter: Dass das große Jubiläum im letzten Jahr nicht gefeiert werden konnte und dass nun die Probenarbeit eingestellt werden muss, was durch Corona irgendwie sehr unbemerkt vonstatten gegangen ist.
Umso schöner und wichtiger sind die Erinnerungen an Konzerte und Feste, an Proben und an das Mittun der Chormitglieder an vielen Stellen in der Gemeinde.
Die Mitglieder des Kirchenchores haben die Chorbezeichnung ernst genommen: Sie haben natürlich für die Zuhörenden gesungen und sicher zum eigenen Vergnügen, aber vor allem auch fürdie Kirchengemeinde. Viele waren oder sind an den unterschiedlichsten Stellen in der Gemeinde aktiv, auch an solchen, die gar nichts mit Musik zu tun haben. Und es ist ja auch eine große Ehre für eine Gemeinde, wenn es ein Chor 75 Jahre mit ihr aushält. Zur Wehmut und zu den Erinnerungen kommt der Dank: für viele musikalische Glücksmomente, für die Bereicherung unzähliger Gottesdienste, Gemeindefeste, Feierlichkeiten. Für das Dabeisein auch in schweren Stunden, etwa beim Abschied von Gemeindemitgliedern. Für das selbstverständliche Zupacken bei ganz anderen Gelegenheiten. Für vieles, was in Erinnerung bleibt und für vieles, was zu Unrecht nur noch wenige wissen. Danke!

Und Gottes Segen für die Zukunft!

Im Namen des Kirchenvorstands
Pastor Manuel Kronast
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Ulrike Dutz – die neue Leiterin
der Gitarrengruppe der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde

Mein Name ist Ulrike Dutz. Seit etwa zwei Jahren wohne ich in Badenstedt. Hier hat mich die Gitarrengruppe sofort freundlich aufgenommen. Vorher wohnte ich in Herford. Jetzt bin ich in der Nähe eines Teils meiner Familie.
In Herford war ich 25 Jahre Mitglied des Herforder Zupforchesters, leitete auch das Kinder- und Jugend-Zupforchester. An meinem vorigen Wohnort Löhne gab ich Volkshochschulkurse für „Liedbegleitung Gitarre fürErwachsene“, woraus ich später eine Folkloregruppe gründete.
Ich war Mitglied einer Folkloregruppe an der VHS Herford, später dann Mitglied der Folkloregruppe „Bellakänd“ in Bielefeld. An der Musikschule Löhne und später Herford (städtisch und privat) war ich als Lehrerin für Musikalische Früherziehung, Gitarre und Mandoline tätig und pflegte dort ebenfalls das Ensemblespiel.
Von Haus aus bin ich Erzieherin, konnte aber mein Hobby zum Beruf machen, unterstützt durch zahlreiche Fortbildungskurse.
Wegen einer Augenerkrankung sind meine musikalischen Möglichkeiten zwar eingeschränkt, aber mit Hilfe von Lesegerät, Auswendigspielen und genauem Hören kann ich doch noch musikalisch aktiv sein. In der hiesigen Gitarrengruppe fühle ich mich sehr wohl und freue mich darüber, dass ich ihr meine musikalischen Erfahrungen zur Verfügung stellen kann.
Es wäre schön, wenn die Gruppe Verstärkung bekäme.
Sicherlich gibt es doch brachliegende und verborgene Gitarren-Talente, die Lust haben zur Liedbegleitung, zum Singen oder auch zum Melodiespiel. In der Gruppe macht es einfach mehr Spaß!
Wir spielen weltliche und geistliche Lieder aus alter und neuer Zeit, gern auch aus anderen Ländern.

Zur Zeit trifft sich die Gruppe jeden Freitag um 14.00 Uhr im Gemeindehaus, Eichenfeldstraße 12 in Badenstedt.

Kontakt und Information bei Ulrike Dutz, Tel. 0511/ 5908 2550
(Foto: Dutz)

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Dienstjubiläum
Wer weiß, wie lange Frank Rensing schon in der Region arbeitet?

Seit „nach Piepenbrinks“, mag manchem auf der Zunge liegen, vor allem in Ahlem, aber das stimmt nicht so ganz, denn Frank und Kerstin Rensing haben schon vorher in Ahlem im Jugendzentrum Salem begonnen. Die beiden kamen damals aus der Kirchenkreisjugendarbeit in Einbeck, wechselten später aus dem Jugendzentrum in die anderen Arbeitsfelder der Gemeinde und wurden dort recht schnell die Ahlemer Diakone.
Ihre Kinder sind hier groß geworden. Kerstin Rensing ist hier gestorben. Es lebt das Cafe Faire Bohne mit allem Drum und Dran – eine ursprünglich aus der Not geborene Idee zur Füllung eines überhängenden Stellenanteils. Ohne Frank Rensing und seine Kaffeemaschine gäbe es dort vermutlich nur halb so guten Kaffee.
Es gäbe wohl auch keine Zirkusarbeit ohne ihn, keinen Kinder und Jugendzirkus MaLuKi. Der ist nicht nur pädagogisch gut und künstlerisch interessant, sondern überschreitet bei den großen Aufführungen, die bisher ungefähr aller zwei Jahre mit Partnern innerhalb und außerhalb der Gemeinde stattfanden, Milieugrenzen. Nicht nur gut „für sich“ ist er, sondern auch oft ein Türöffner in andere Bereiche.
Zirkuskinder empfand ich z.B. oft erfreulich unbefangen im Konfirmandenunterricht.
Na ja, und dann die Sommerfreizeiten, die Kindergottesdienste und noch so dies und das – auch Unverwirklichtes, z.B. die Idee einer gemeinsamen Skifreizeit mit den Partnern in Trutnov und Dresden.
Inzwischen wird alles, was geschieht, auf der Ebene der Kirchenregion West und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen geplant und verantwortet. Das Anstellungsverhältnis besteht zum Stadtkirchenverband Hannover.
Sehr lange ist Frank Rensing schon unser Diakon, wenn ich‘s so bedenke. Aber langweilig war es nie. Ich hoffe, auch für ihn nicht. Am 1. September war dreißigjähriges Dienstjubiläum.
Ich gratuliere herzlich und in alter Verbundenheit, auch im Namen der Kolleginnen und Kollegen in der Region sowie der Kirchenvorstände samt Kooperationsausschuss.

Stefan Krause
(Foto:Sprengler)


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Abschied von Manfred Jonas

Für viele Menschen kam die Nachricht von Manfreds Tod völlig überraschend, auch für mich. Hatte ich ihn doch wenige Tage zuvor an seiner Garage getroffen. War er doch vor kurzem erst für die Kirchengemeinde unterwegs gewesen, hatte sich über Zoom aus dem Gemeindehaus zur Sitzung zugeschaltet. Und nun war er plötzlich nicht mehr da. Auch für uns als Kirchenvorstand ist das schwer zu verarbeiten.
Als ich in die Paul-Gerhardt-Gemeinde kam, war Manfred gerade frisch im Ruhestand und ganz neu im Kirchenvorstand. Wir sind hineingewachsen, auch in die Besonderheiten kirchlicher Strukturen.
Mir wurde schnell klar, dass Manfred in vielen Gremien unterwegs ist. Aber mir wurde ebenso schnell klar, dass er damit nicht wichtig sein wollte, sondern helfen. Deshalb waren es eben z.B. die AWO, der Beirat der Diakoniestationen und nicht zuletzt die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde.
Auf die hatte er auch deshalb ein wachsames Auge, weil er direkt gegenüber wohnte.
Ich denke gerne zurück an die gemeinsame Zeit. An die Sitzungen, bei denen es ihm wichtig war, nicht lang herumzureden, sondern zu entscheiden und zu handeln.
An die Konzerte und Gottesdienste mit dem Shantychor des Hannoverschen Kanu-Clubs, den er uns immer wieder ans Herz legte (zum Glück!) und an seine Geduld mit den Untiefen der kirchlichen Bürokratie. An seine Stimme, die ohne Verstärkung auskam. Und an sein Lächeln, mit dem er sich selbst und die Welt um ihn herum nicht ernster nahm als notwendig.
Danke, Manfred, für diese Zeit und für dein Engagement! Möge es dir gut gehen in Gottes Frieden!

Manuel Kronast
(Foto:Fröhlich)



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